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Monday, August 5, 2013

Die Anpassungen / The Adjustments

Die Wirkung der verschiedenen Anpassungsmöglichkeiten visuell dargestellt.

 1) Die Geschwindigkeit


2) Winkel der Rotationsachse


3) Anzahl Rotationen


4) Neigung der Rotationsachse


5) die Ball-Oberfläche


Sunday, September 2, 2012

Die 3:1:2 Anpassungsmethode





Die 3:1:2 Anpassungsmethode beschreibt das Verhältnis welches bei Anpassungen der Aufstellposition  berücksichtigt werden soll. Sie wird im wesentlichen von Spielern verwendet die Ihr visuelles Ziel bei den Pfeilen fixieren.

Das Verhältnis wurde wie folgt abgeleitet:
- die Entfernung zwischen den Pfeilen und dem ersten Pin beträgt 45 Fuß. Die Entfernung von der Foul-Linie
   zu den Pfeilen beträgt 15 Fuß => 3:1
- die Entfernung von der Foul-Linie zu der 2.ten Reihe von locator dots beträgt 15 Fuß. Die Entfernung von
   diesen locator dots zu den Pfeilen beträgt somit 30 Fuß => 1:2

Alle Anpassungen der Aufstellposition egal ob groß oder klein sollten gemäß dieser Methode in dem genannten Verhältnis angewandt werden.

Beispiel:
Im Falle der roten Linie rollt der Ball über den 2.ten Pfeil aber statt bei den Pins das Pocket auf Leiste 17 zu treffen, trifft er Pin 3 mittig auf Leiste 14. das bedeutet eine Abweichung von 3 Leisten bei den Pins.
Die Korrektur sollte in der Aufstellung in Richtung der Abweichung gemacht werden (in diesem Fall wurde das Pocket rechts verfehlt also sollte die Anpassung der Aufstellung nach rechts korrigiert werden).
Gemäß der Methode sollte nun, um eine Korrektur von 3 Leisten bei den Pins zu erreichen die Aufstellung um 2 Leisten nach rechts korrigiert werden welches wiederrum bedeuten würde, dass die Abgabe an der Linie um eine Leiste nach rechts verschoben wird.

Anmerkung: Diese Methode funktioniert wenn die Höher der Aufstellung bei der 2.ten Reihe von locator dots ist. Eine Aufstellung die weiter vorne oder hinter diesen locator dots würde eine minimale Anpassung erfordern. Ebenso ist anzumerken, dass eine Voraussetzung zur Anwendung dieser Methode ist, dass der Spieler einen gleichmäßigen Wurf macht (Geschwindigkeit, Axis Rotation, Axis Tilt, etc.. sollten gleich sein).

Eine Grundvoraussetzung für jede Anpassungsmethode ist die genaue Beobachtung des Balllaufs beim Einschlag. Die Einschlagposition aber auch wo der Ball die Bahn verlässt sind wichtige Informationen. Diese Informationen gemeinsam mit den potentiell stehen gelassenen Pins bilden die Basis für jede Anpassungsstrategie.

Wednesday, April 18, 2012

2012 TOC Finale - Analyse Part 3

In diesem Teil der Analyse gehe ich auf folgende Themen ein:

Merkmale des Powerspiels - Zusammenfassung

Ölmuster und Bahnenspiel 

  • Das Ölmuster - soweit mir bekannt
  • Die Bälle / Layouts
  • Die gespielten Trassen
  • Anpassungen während des Spiels


Energie des Einschlags - Wo kommt das bei Ryan und Sean her?


Los geht's!

Merkmale des Powerspiels - Zusammenfassung


In den bisherigen Teilen der Analyse habe ich vermutlich alle Aspekte des Powerspiels erwähnt. Zusammenfassend hier die wichtigsten:

Die Ballgeschwindigkeit

Beide Spieler entwickeln mit Ihrem Spiel eine hohe Ballgeschwindigkeit. Diese wird vor Allem durch die hohe Ballhaltung bei der Aufstellung und von der Beinarbeit gefördert. Ryan nutzt sogar die volle Länge des Approachbereiches um mit dem Anlauf mehr Geschwindigkeit zu generieren.

Powerstep und Slidestep

Beide haben ein sehr athletisches Spiel. Beide haben eine "hängende Bowlingschulter" die es dem Ball ermöglicht unter dem Kopf zu schwingen. Beide haben einen hohen Backswing ermöglicht durch die Öffnung der Schultern. Dieser wird durch das "Beugen" und die dynamische Körperhaltung beim Powerstep weiter betont. Beide generieren mit dem beschriebenen Powerstep und dem sehr langen Slidestep eine ausgezeichnete Hebelwirkung.

Flat Spot - Der Bereich in dem die Abgabe passiert


Beide erzeugen mit dem Ablauf Ihrer Bewegungen im Powerstep und Slidestep gute Flat Spots. Der Flat Spot fängt da an, wo der Ball in seinem Vorwärtsschwung  am "nicht Bowlingbein" vorbeigeht. Das ist der Bereich in dem die Spieler Rotation, Axis Rotation und Axis Tilt dem Ball vermitteln (zur Veranschaulichung bitte nochmal die Video's aus Teil 1 anschauen).
..............


Ölmuster und Bahnenspiel


Das Ölmuster beim diesjährigen Tournament of Champions ist ein Sportmustergewesen mit einer Länge von 39 ft. Das Sportmuster ist ein Ölmuster mit geringem Verhältniss zwischen der Aussen augetragenen und in der Mitte der Bahn aufgetragene Ölmenge. Details hierzu in meinem Post

http://bowlingcampus.blogspot.de/2012/03/olmuster-und-bahnenspiel-eine.html

Da, das Pattern Chart von dem Ölmuster nicht veröffentlicht wurde kann man das Ratio nur erahnen. Eins steht fest so schwierig wie das Ölmuster von der US Open (welches eine gleichmäßige Ölverteilung über Alle Leisten hatte) ist es nicht gewesen. Gemäß des Kommentars von Randy Pedersen in den Halbfinalspielen ist dieses Muster so gedacht, daß es verschiedene Spielwinkel zulässt.

Die Bälle




Kurze Erläuterung:

Beide Spieler sind Brunswick Staff und nutzen Brunswick Bälle. Sean spielt hier einen schwächeren Ball (im Vergleich)  mit etwas mehr Länge. Das ermöglicht Ihm trotz seiner höheren Revrate das Pocket mit viel Winkel zu spielen. Ryan hingegen (wegen seiner deutlich höheren Geschwindigkeit) spielt einen etwas aggressiveren  Ball mit einer kürzeren Länge.

Diese Erläuterungen werden auch durch die Wahl der Layouts unterstrichen. Während Sean ein "Pin-Up" Layout spielt benutzt der Ryan ein "Pin-Down" Layout. Über die Positionierung des Pins über (Pin-Up) oder unter (Pin-Down) kann man die Länge mit beeinflussen (Die Pin Positionierung kann ein aufmerksames Auge im Video bei der Aufstellung der beiden erkennen).

..und hier die Beweise...




Die gespielten Trassen

Einleitend erstmal ein paar Worte zu den Breakpoints. Gemäß der Theorie wird der Breakpoint errechnet in dem man von der Ölmuster-Länge 31 abzieht. In diesem Fall wäre das Ergebnis 8. Was bedeutet, daß der Ball seinen Breakpoint auf Leiste 8 hat. Da wir hier aber über ein "televised final" reden und in der Halle wegen der vielen Lichter die Temperatur etwas höher ist wie sonst gibt es "kleine" Abweichungen.

Ryan - Frame 1


an der Foul Linie


an den Pfeilen


der Breakpoint



Also, Ryan spielt folgende Linie:
- Laydown Punkt an der Foul line ist ca Leiste 13 (Fuß ist auf 20)
- An den Arrows im Bereich 7-9
- Breakpoint im Bereich 4-5

Sean - Frame 1

an der Foul Linie


an den Pfeilen


der Breakpoint



Sean spielt folgende Linie:
- Laydown Punkt an der Foul line ist ca Leiste 32 (Fuß ist ca 39)
- An den Arrows im Bereich 23
- Breakpoint im Bereich 4-5 (identisch wie bei Ryan.. leider nicht gut im Bild zu erkennen)

Anpassungen während des Spiels

Während des Spiels haben die beiden komplett verschieden Anpassungsstrategien angewandt. Sean ist mit seiner kompletten Linie noch weiter nach links gewandert (inside). In der selben Zeit ist Ryan (ist erstmal mein subjektiver Eindruck da nicht eindeutig mit dem Bildmaterial nachzuweisen) auch nach links gewandert, was aber für seinen Bereich dann Outside wäre.

Und nun die Belege soweit mit dem Bildmaterial möglich...

Ryan - Frame 9






Sean - Frame 9/10







Energie des Einschlags - Wo kommt das bei Ryan und Sean her?

Beide Spieler entwickeln über Ihre Spielweise sehr viel Energie. Diese wird sauber an den Ball übertragen und führt zu fast "explosionsartige" Einschläge bei den Pins. Pin Carry ist bei beiden sehr gut. Und dennoch gibt es meiner Meinung nach Unterschiede.

Ryan wirft sein Ball mit einer sehr hohen Geschwindigkeit. Das ist aus meiner Sicht der Hauptfaktor für den Einschlag.

Bei Sean ist es so, daß er zwar auch eine gut Geschwindigkeit hat zu der aber zusätzlich bringt er eine sehr hohe Revrate und durch sein sehr kraftvolles Release auch eine wesentlich höhere Axis Rotation auf den Ball. Das ermöglicht Ihm auch diese Trasse mit dem viel höheren Winkel zu spielen.

.... So das war es... mit der Analyse der Finale...

Zum Abschluss noch hier das komplette Video zur 2012 TOC Finale