Tuesday, July 31, 2012

Professionelle Videoanalyse Ready To Go


So, nun ist es soweit. Ich habe in der Sommerpause etwas Zeit investiert und Material vorbereitet.
Ab jetzt kann ich professionelle Videoanalyse als Service anbieten. Es kann losgehen.



Die Voraussetzungen für eine professionelle Analyse habe ich hier beschrieben
-> http://bowlingcampus.blogspot.de/2012/04/voraussetzungen-fur-eine-gute.html

Inhaltlich wird folgendes geboten:


Bewertung bei der Rücksicht: Aufstellung / Körperhaltung, Ausrichtung, Schulterposition, Ballposition, Unterarm, Schwungrichtung und Schwungebene, Richtung der Schritte, das "Bowling Bein", der "nicht bowling Arm", die Hüften, Schlußposition, Gleichgewicht und Abgabe, Follow-Through

Bewertung bei der Seitensicht: Aufstellung / Körperhaltung, Start, Timing, Hüften, Schrittkadenz und -länge, Schwunghöhe, Form des Armschwungs, Power Schritt, Slide Schritt, Knie, Stützbein, "nicht bowling Arm", Abgabe, Follow-Through, Schlußposition

Bewertung bei der Abgabe Ansicht: Start der Abgabe, Position von Fingern, Handgelenk, Richtung der Drehung

Bei der professionellen Videoanalyse werden alle oben genannten Aspekte bewertet und für gut oder verbesserungswürdig befunden. Es werden Korrekturmaßnahmen und Übungen vorgeschlagen. Gemeinsam mit dem Spieler kann dann auch ein Trainingsplan erstellt werden.

Auf Wunsch kann (je nach Spielweise des Spielers und abhängig vom verfügbaren Videomaterial) auch ein Videovergleich mit einem der PBA Stars gemacht werden.

Bei Interesse bitte melden: bowlingcampus@web.de

Sunday, May 20, 2012

Tara & Marc beim Training - Gleichgewichtsübung

Die folgende Übung ist Bestandteil jeder Trainingseinheit. Sie wird am Ende der Aufwärmphase durchgeführt.

Diese Übung hilft das Gleichgewicht an der Linie signifikant zu verbessern. Ein sauberes Gleichgewicht und die richtige Körperhaltung ermöglichen den Besten Energietransfer zum Ball.

Bei dieser Übung ist folgendes zu beachten:
- das Knie muss richtig gebeugt sein
- das Kinn darf das Knie nicht nach vorne überholen
- die Beugung des Oberkörpers ist primär nach rechts
- die rechte Hand muss so nah wie möglich am Boden und neben dem linken Fuß sein

Gestartet wird aus der "Storchposition". Es werden 5-10 Wiederholungen gemacht wobei jedesmal beim Einnehmen der Abschlußposition für 3-5 Sekunden im Gleichgewicht verharrt wird.

Ich garantiere Euch, jeder der diese Übung regelmäßig macht (...geht auch zu Hause...) wird beim Spielen eine signifikante Verbesserung der Abschlußposition feststellen. Das stabile Gleichgewicht zusammen mit dem Oberkörper im richtigen Winkel verbessern die Genauigkeit und die Abgabe. Ihr werdet merken, daß bei einer Abgabe wo die rechte Hand neben dem Boden und zwischen dem linken Fuß und dem Kopf durchschwingt die Reaktion im Ball durch den optimalen Energietransfer sehr gut wird.

Anbei 2 Video's wo ich meine Kinder damit "quäle".




... und wie das dann beim Spiel der Profi's aussieht...


Quelle: clipped von Youtube


Lasst mich wissen wie sich das anfühlt und welche Erfahrungen Ihr damit macht.

Friday, May 18, 2012

Wiesbadener Jugendturiner zum Vatertag

Ich bin unglaublich stolz auf meine Kinder und Schüler Heute. Ein erster Platz und 2 zweite Plätze beim Wiesbadener Jugendturiner zum Vatertag. 

Marc mit einem 170 Spiel. Hat sein Bestscore um 30 Pins übertroffen!



Monday, May 14, 2012

Brain Bowling - Das Mentale Spiel von Elite Bowler - revisited

Brain Bowling - Das Mentale Spiel


Clipped from Youtube Video


Kürzlich bin ich auf dieses Video gestoßen welches die wichtigsten Aspekte des mentalen Spiels auf einer äußerst humorvollen Art und Weise darstellt.

Viel Spaß.


Quelle: Youtube

Tuesday, April 24, 2012

Impressionen vom Jugendtraining

Übung an der Linie

Michaela


Kailin


Ein Schritt und Follow-Through


Chris


Yawen



Tara & Marc



Anlauf mit 4 Schritten, freier Pendel und Follow-Through - Marc


Wednesday, April 18, 2012

2012 TOC Finale - Analyse Part 3

In diesem Teil der Analyse gehe ich auf folgende Themen ein:

Merkmale des Powerspiels - Zusammenfassung

Ölmuster und Bahnenspiel 

  • Das Ölmuster - soweit mir bekannt
  • Die Bälle / Layouts
  • Die gespielten Trassen
  • Anpassungen während des Spiels


Energie des Einschlags - Wo kommt das bei Ryan und Sean her?


Los geht's!

Merkmale des Powerspiels - Zusammenfassung


In den bisherigen Teilen der Analyse habe ich vermutlich alle Aspekte des Powerspiels erwähnt. Zusammenfassend hier die wichtigsten:

Die Ballgeschwindigkeit

Beide Spieler entwickeln mit Ihrem Spiel eine hohe Ballgeschwindigkeit. Diese wird vor Allem durch die hohe Ballhaltung bei der Aufstellung und von der Beinarbeit gefördert. Ryan nutzt sogar die volle Länge des Approachbereiches um mit dem Anlauf mehr Geschwindigkeit zu generieren.

Powerstep und Slidestep

Beide haben ein sehr athletisches Spiel. Beide haben eine "hängende Bowlingschulter" die es dem Ball ermöglicht unter dem Kopf zu schwingen. Beide haben einen hohen Backswing ermöglicht durch die Öffnung der Schultern. Dieser wird durch das "Beugen" und die dynamische Körperhaltung beim Powerstep weiter betont. Beide generieren mit dem beschriebenen Powerstep und dem sehr langen Slidestep eine ausgezeichnete Hebelwirkung.

Flat Spot - Der Bereich in dem die Abgabe passiert


Beide erzeugen mit dem Ablauf Ihrer Bewegungen im Powerstep und Slidestep gute Flat Spots. Der Flat Spot fängt da an, wo der Ball in seinem Vorwärtsschwung  am "nicht Bowlingbein" vorbeigeht. Das ist der Bereich in dem die Spieler Rotation, Axis Rotation und Axis Tilt dem Ball vermitteln (zur Veranschaulichung bitte nochmal die Video's aus Teil 1 anschauen).
..............


Ölmuster und Bahnenspiel


Das Ölmuster beim diesjährigen Tournament of Champions ist ein Sportmustergewesen mit einer Länge von 39 ft. Das Sportmuster ist ein Ölmuster mit geringem Verhältniss zwischen der Aussen augetragenen und in der Mitte der Bahn aufgetragene Ölmenge. Details hierzu in meinem Post

http://bowlingcampus.blogspot.de/2012/03/olmuster-und-bahnenspiel-eine.html

Da, das Pattern Chart von dem Ölmuster nicht veröffentlicht wurde kann man das Ratio nur erahnen. Eins steht fest so schwierig wie das Ölmuster von der US Open (welches eine gleichmäßige Ölverteilung über Alle Leisten hatte) ist es nicht gewesen. Gemäß des Kommentars von Randy Pedersen in den Halbfinalspielen ist dieses Muster so gedacht, daß es verschiedene Spielwinkel zulässt.

Die Bälle




Kurze Erläuterung:

Beide Spieler sind Brunswick Staff und nutzen Brunswick Bälle. Sean spielt hier einen schwächeren Ball (im Vergleich)  mit etwas mehr Länge. Das ermöglicht Ihm trotz seiner höheren Revrate das Pocket mit viel Winkel zu spielen. Ryan hingegen (wegen seiner deutlich höheren Geschwindigkeit) spielt einen etwas aggressiveren  Ball mit einer kürzeren Länge.

Diese Erläuterungen werden auch durch die Wahl der Layouts unterstrichen. Während Sean ein "Pin-Up" Layout spielt benutzt der Ryan ein "Pin-Down" Layout. Über die Positionierung des Pins über (Pin-Up) oder unter (Pin-Down) kann man die Länge mit beeinflussen (Die Pin Positionierung kann ein aufmerksames Auge im Video bei der Aufstellung der beiden erkennen).

..und hier die Beweise...




Die gespielten Trassen

Einleitend erstmal ein paar Worte zu den Breakpoints. Gemäß der Theorie wird der Breakpoint errechnet in dem man von der Ölmuster-Länge 31 abzieht. In diesem Fall wäre das Ergebnis 8. Was bedeutet, daß der Ball seinen Breakpoint auf Leiste 8 hat. Da wir hier aber über ein "televised final" reden und in der Halle wegen der vielen Lichter die Temperatur etwas höher ist wie sonst gibt es "kleine" Abweichungen.

Ryan - Frame 1


an der Foul Linie


an den Pfeilen


der Breakpoint



Also, Ryan spielt folgende Linie:
- Laydown Punkt an der Foul line ist ca Leiste 13 (Fuß ist auf 20)
- An den Arrows im Bereich 7-9
- Breakpoint im Bereich 4-5

Sean - Frame 1

an der Foul Linie


an den Pfeilen


der Breakpoint



Sean spielt folgende Linie:
- Laydown Punkt an der Foul line ist ca Leiste 32 (Fuß ist ca 39)
- An den Arrows im Bereich 23
- Breakpoint im Bereich 4-5 (identisch wie bei Ryan.. leider nicht gut im Bild zu erkennen)

Anpassungen während des Spiels

Während des Spiels haben die beiden komplett verschieden Anpassungsstrategien angewandt. Sean ist mit seiner kompletten Linie noch weiter nach links gewandert (inside). In der selben Zeit ist Ryan (ist erstmal mein subjektiver Eindruck da nicht eindeutig mit dem Bildmaterial nachzuweisen) auch nach links gewandert, was aber für seinen Bereich dann Outside wäre.

Und nun die Belege soweit mit dem Bildmaterial möglich...

Ryan - Frame 9






Sean - Frame 9/10







Energie des Einschlags - Wo kommt das bei Ryan und Sean her?

Beide Spieler entwickeln über Ihre Spielweise sehr viel Energie. Diese wird sauber an den Ball übertragen und führt zu fast "explosionsartige" Einschläge bei den Pins. Pin Carry ist bei beiden sehr gut. Und dennoch gibt es meiner Meinung nach Unterschiede.

Ryan wirft sein Ball mit einer sehr hohen Geschwindigkeit. Das ist aus meiner Sicht der Hauptfaktor für den Einschlag.

Bei Sean ist es so, daß er zwar auch eine gut Geschwindigkeit hat zu der aber zusätzlich bringt er eine sehr hohe Revrate und durch sein sehr kraftvolles Release auch eine wesentlich höhere Axis Rotation auf den Ball. Das ermöglicht Ihm auch diese Trasse mit dem viel höheren Winkel zu spielen.

.... So das war es... mit der Analyse der Finale...

Zum Abschluss noch hier das komplette Video zur 2012 TOC Finale








Tuesday, April 17, 2012

2012 TOC Finale - Analyse Part 2

Heute in der Analyse:

Timing

  • Ryan und Sean vs USBC Timing Referenz (Quelle USBC Coaching Manual)
  • "the timing spot" - die Theorie von Mark Baker
Der Anlauf
  • die Aufstellung (Stance)
  • Ballstart, Position und Handstellung
  • der Pushaway oder in diesem Fall auch "Dropaway"
  • die Schlüsselschritte (Crossover Step, Powerstep und Slidestep)
  • was macht die "nicht Bowlingarm/Hand"
  • Powerschwung, Schultern und Oberkörper
  • "Ballhaltung" - Handpositionen im Vergleich
  • Der Kopf und die Augen
Lasst uns starten!

Timing - Ryan und Sean vs USBC Timing Referenz (Quelle USBC Coaching Manual)


Anmerkung: Ryan hat einen 5 Step -Approach. Da in dem USBC Manual der 4 Step  erläutert wird habe ich mir erlaubt zum Vergleich den ersten Schritt von Ryan zu ignorieren.
Theoretisch passiert ausser dem Schritt selber nicht viel beim ersten Schritt in einem 5 Schritt - Anlauf..

Im nächsten Bild wie gesagt die Gegenüberstellung:


Erst einmal ein wenig wirken lassen.....

OK! Und jetzt ein paar Erläuterungen:

Die USBC hat für das Coaching von Timing die Referenzpunkte 0-0, 1-1, 2-2, 3-3 und 4-4 definiert. Diese sind wie bereits erwähnt die Punkte die für einen 4-Schritte Anlauf relevant werden. Die Zahlen bezihen sich auf die Relation zwischen Ballposition und Schritt/Bein.

Was fällt Euch auf?

Also mir fällt erst mal auf, daß Ryan und Sean erstmal bis mindestens zum Powerstep (der 3.te Schritt) verschiedenes Timing haben. In diesem Vergleich ist Ryan immer mit der Ballposition "schneller" wie Sean.

Bevor ich nun zur Theorie von Mark Baker übergehe erst einmal eine Anmerkung. Mit ein Grund warum Ryan schneller ist könnte auch die Lokation der Aufstellung sein. Vorneweg erstmal eine subjektive Einschätzung von mir. Ohne es jetzt mit CATS Daten belegen zu können meine ich, daß der Ryan eine höhere Ballgeschwindigkeit als Sean entwickelt. Im Gegenzug meine ich auch, daß Sean mehr Umdrehungen auf den Ball bringt. Diese Bemerkungen sind im nächsten Teil der Analyse relevant in dem ich vorhabe das Ölmuster und das Bahnen Spiel der beiden zu analysieren....
.....

Mark Baker ist einer der gefragtesten und vermutlich auch einer wenn nicht DER erfolgreichste Bowling coach in der PBA. Mark trainiert Spieler wie Chris Barnes, Mika Koivuniemi, Tommy Jones, Jason Couch und viele andere. In seinem neuen Buch " The Game Changer: A simple system for improving your bowling scores" (welches ich gerade studiere und JEDEM der weiterkommen will ruhig empfehlen kann) hat er unter anderem die Theorie des "timing slots" entwickelt. Nachdem er tausende von Video's mit PBA Spielern studiert hat ist ihm aufgefallen, daß obwohl viele der Spieler verschiedenes Timing haben es einen Moment im Anlauf gibt wo absolut alle (mit sehr wenigen Ausnahmen) gleich synchronisiert sind - "The timing slot".
Der Timing Slot ist der Moment in dem im sliding step die Sohle des sliding Schuh's komplett flach auf dem Boden und der Bowling arm auf seinem Weg von hinten nach vorne die Stelle erreicht hat an der der Arm parallel zum Boden ist. Mark ist auch ein Vertreter der Theorie, daß wenn man jemandem helfen will man nicht sein komplettes Spiel umändern muss. Es gibt ein paar wichtige Aspekte die er in seinem Buch erwähnt an denen er einen Spieler "einstellt". Im Bereich Timing ist das "The Timing Slot".

Aber wie sieht der Timing Slot bei Sean und Ryan aus?

"The Timing Slot" - Ryan vs Sean


Wichtig bei den Beiden zu beobachten ist für mich der Oberkörper und die Position des "nicht Bowlingarms". Während Ryan die Schultern nach der Öffnung schon parallel zur Linie gebracht hat ist Sean hier noch in sehr "offener" Stellung.

... und nun zum Anlauf...

Die Aufstellung - The Stance:



Was fällt Euch auf?

Keiner von den beiden hat die klassische USBC Stance Position!!!!

Beide haben weder den sogenannten 15 Grad Spine Tilt (Oberkörper leicht nach vorne gebeugt) noch die Knie so angewinkelt. Das nächste Thema ist Ballposition und Haltung(Handposition).

Beide halten den Ball hoch (Merkmal für höhere Geschwindigkeit). Bei beiden meine ich bemerkt zu haben, daß die Handgelenkposition bis zur Abgabe so behalten wird. Beide fixieren Ihr Ziel von jetzt an bis nach der Abgabe (könnt Ihr im Video nachprüfen). Ab diesem Zeitpunkt versuchen auch Beide den Kopf so ruhig wie möglich wärend des gesamten Anlaufes zu halten. Bei beiden wird das Gewicht des Balles wird auf beide Hände verteilt

Der Pushaway - oder in diesem Fall auch Dropaway:

Im nächsten Bild zur besseren Veranschaulichung habe ich zusätzlich auch den ersten Ihrer 5 Schritte mit eingebaut.



Während in diesem Fall Ryan einen "Pushaway"macht (Bewegung in dem der Ball nach vorne geführt wird) benutzt der Sean ein "Dropaway" (Bewegung in der der Ball nicht nach vorne geschoben wird sondern vielmehr wird er in einer Bewegung bei der der Arm ausgestreckt wird fallen gelassen). Ebenso ist hier wieder das unterschiedliche Timing zu erkennen. Die Hand des "nicht Bowlingarm's" ist während dieser Zeit noch am Ball.

Die Schlüsselschritte (Crossover Step, Powerstep und Slidestep)

Hier Der komplette Anlauf von Ryan mit Kommentaren.



Teil 2 der Analyse endet erstmal so....

Im dritten Teil möchte ich nochmal die Merkmale des Powerspiels zusammenfassen um mich dann des Themas Ölmuster und Bahnenspiel/Strategie der Beiden widmen.